Conil de la Frontera

Von | 27/12/2025
Conil de la Frontera

Conil de la Frontera gehört zu den „weißen Dörfern“ in Südspanien und liegt ca. 40km südlich von Cadiz. Hier wohnen rund 23.000 Einwohner.

Der Ort hat eine schön herausgeputzte Altstadt und einen breiten Strandboulevard. Es finden sich die notwendigen Einkaufsmöglichkeiten von Mercadona über den China Bazar bis Aldi. Sucht man Non-Food-Artikel, dann kann man den wöchentlichen Straßenmarkt besuchen oder fährt nach Chiclana de la Frontera, das eine wesentlich größere Innenstadt mit entsprechender Infrastruktur bietet.

Ausflüge ab Conil de la Frontera

Chiclana de la Frontera

Hier befindet sich auch eine Markthalle, die ein wesentlich größeres Angebot bietet als der kleine Mercado de Abastos von Conil de la Frontera. Die Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone ist sehr quirlig und beheimatet diverse gastronomischen Angebote. Wir haben in der Tapas-Bar La Flamenco gut gegessen und können sie besten Gewissens weiter empfehlen.

Die Geschichte Chiclanas ist eng mit der Salzgewinnung und dem Weinbau verbunden. Der hier erzeugte Sherry ist in der Umgebung unter dem Namen Fino Chiclana bekannt. Daher lag es nahe, beidem ein eigenes kleines Museum zu widmen, in dem auch eine Weinpresse ausgestellt ist und Salzkristalle als Kunstobjekt von der Decke hängen. Das Museum zeigt aber auch Puppen, die die typischen Trachten der verschiedenen Regionen Spaniens tragen sowie Modelle einer Bodega und eines bürgerlichen Wohnhauses, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden.

Wir standen auf dem Campingplatz La Rosaleda. Nach Chiclana sind wir mit dem Fahrrad gefahren und nahmen die recht ruhige Route über den Hafen von Conil de la Frontera und am Leuchtturm Cabo Roche vorbei.

Im Hafen von Conil de la Frontera kann man gut frischen Fisch essen. Weiter ging es über die im Winter verlassen daliegenden Feriensiedlungen Roche, Sancti Petri und Novo Sancti Petri bis nach Chiclana de la Frontera.

Einen Bericht über unseren Ausflug nach Vejer de la Frontera findest du hier.

Wer statt Feriensiedlungen typisch Spanisches bevorzugt, muss ins Hinterland fahren. Mit dem Fahrrad lässt sich das leicht bewerkstelligen. Von unserem Platz aus lag Barrio Nuevo nur rund 7km entfernt. Auf dem Weg kommt man an kleinen Höfen und einfachen Wohnhäusern vorbei. Der Ort schlängelt sich entlang der N340 und bietet eine überraschend moderne Bäckerei „Horno Nuestra Senora de Fatima“. Im Café „Trebol“ trifft man im November kaum mal einen Touristen. Im Sommer könnte das aber anders sein, denn auch in Barrio Nuevo sieht man einige Ferienbungalows.

Nur knapp 2km vom Campingplatz und Ort entfernt befindet sich das Restaurant „El Roque“ auf den Klippen. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf den Hafen von Conil de la Frontera und die Felsküste. Die Tortillitas de Camarones (eine Art Reibekuchen mit Krabben) und besonders die Fleischbällchen Croquetas de Carrillada Iberica y Payoyo sind zu empfehlen. Die mit Abstand besten Tortillitas haben wir allerdings in Cadiz gegessen.

Kathedrale von Cadiz

Cadiz ist eine der schönsten Städte, die wir auf unserer Spanienreise besucht haben. Die Altstadt bietet viel Atmosphäre und auch beim zweiten und dritten Besuch immer noch Überraschungen. Näheres erfährst du in unserem Reisebericht zu Cadiz.

Von Conil de la Frontera verkehren 9x täglich Busse nach Cadiz. Wir fuhren mit dem Fahrrad vom Campingplatz zum Busbahnhof, schlossen die Räder vor der Guardia Civil am Lampenmast an und die Fahrradhelme in ein Schließfach des Supermarktes El Jamon ein. Da der Supermarkt abends bis 21:30 Uhr geöffnet hatte, konnten wir die Helme bei unserer Rückkehr wieder mitnehmen.

Zurück in Conil de la Frontera: Der Torre de Guzman in der Altstadt von Conil wurde zwischen 1300 und 1307 als Teil der Festungsanlage erbaut und stellt das älteste Gebäude der Stadt dar. Von oben hat man einen fantastischen Ausblick auf die Küste von Cabo Roche bis El Palmar und das Hinterland.

Möchte man den Turm im Winterhalbjahr besteigen, sollte man sich bei der Tourist Information anmelden. Wir erhielten nach einer Woche einen Rückruf und konnten am selben Tag mittags um 13:30 Uhr hoch auf den Turm.

Von hier oben hätte man vor rund 220 Jahren einen guten Überblick über die Schlacht von Trafalgar gehabt, in der die britische Marine unter Admiral Nelson am 21. Oktober 1805 die französich-spanische Armada unter Admiral Villeneuve besiegte und damit dem Expansionsdrang Napoleon Bonapartes einen ordentlichen Dämpfer versetzte. Die Flotten standen sich zwischen Cabo Roche und Cabo de Trafalgar gegenüber.

Einen kurzweiligen Bericht darüber findest du hier.

Ein kleines Andenken an Napoleon findet sich in Chiclana vor der Iglesia San Juan Bautista.

Während wir die Treppengänge in der Altstadt von Conil mit ihrem Fischerviertel (Barrio de los Pescadores) und Blumenviertel (Barrio de los Flores) erkundeten, legten wir immer gerne eine Kaffeepause in der Bar La Tablita ein, von deren Terrasse aus man einen Blick auf das Meer werfen kann. Im Winter kommt die Sonne hier um ca. 12 Uhr mittags um die Ecke, so dass man gut etwas Vitamin D tanken kann.

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